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Goldene Stadt Prag - Hradschin, Karlsbrücke, Goldenes Gäßchen ...


Einführung und Geschichtliches


Prag im Jahr 1616 Wenn man nach Prag kommt und die Kuppeln, Zinnen und Türme über der Moldau erblickt, ist man immer wieder von den Reizen der Stadt fasziniert. Es ist die Stadt der Barockkirchen mit üppiger Pracht ihrer Gold- und Marmorverzierungen, die Stadt der Paläste voller Kunstschätze und die Gärten mit Statuen, Balustraden und Musikpavillons. - Einfach nur phantastisch.

Mit der Stadt Prag konnte sich im Mittelalter messen. Berühmte Besucher verglichen sie mit Rom und Florenz. Goethe nannte Prag "den schönsten Edelstein in der steinernen Krone der Welt" - Was für ein Kompliment?

Im 20. Jahrhundert hat die Stadt an Leichtigkeit und Viruosität verloren - zumindest was den Charme von Prag ausmachte. Mit der modernen Stadtplanung gingen unwiderbringliche Bausubstanz verloren, was einst Prag zwischen den Weltkriegen zur strahlendsten Stadt in Europa machten.

Trotz alledem hat die Millionenstadt auch heute noch eine unvergleichliche Atmosphäre, die die Besucher auf ein jedes Mal verzaubern.

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Jan Hus - als Prediger, Reformator und Rektor der Prager Universität bekannt - verbreitete von 1400 bis 1414 aufsehenerregenden Lehren, kritisierte Papst und die Kirche von der er nachdrücklich den Verzicht auf weltlichen Reichtum forderte - sie besaß mehr als die Hälfte der Ländereien.

Er predigte dies auch in der Bethlehemskapelle und in der Teynkirche, die später die Hauptkirche Hussiten wurde. Die Kirche anzugreifen, bedeutete ihr Reich erbeben zu lassen. Was geschah ist bekannt: Hus wurde zum Konzil nach Konstanz geladen. Papst Johannes XXIII. (1370 bis 1419) ließ ihn trotz kaiserlichen Geleitbrief festnehmen und verbrannte ihn. Der böhmische Adel protestierte, vertrieb die katholischen Geistlichen von ihren Gütern und stürmte am 30. Juli 1419 das Prager Rathaus und warf katholische Ratsherren und Richter aus dem Fenster. Langwährende Hussitenkriege brachen aus. Ursache waren nationale, soziale und religiös Ursachen. 1618 kam es zum Fenstersturz in Prag. Diesmal warfen Aufständige die Statthalter aus den Fenstern des Hradschins. Nach dem Sieg über die Hussiten gelangten die Habsburger 1620 an die Macht, die den Katholizismus über ganz Böhmen als einzige Glaubensrichtung verbreiten ließen. Es entstanden Orden, die nach der Unabhängigkeit Böhmens Schulen einführten. Sie prägten die Generation, deren erster Staatspräsident der Tschechoslowakei Tomáš Masaryk (1850-1937) wurde.


Sehenswürdigkeiten in Prag


Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Prag sind: die Prager Burg mit dem Veitsdom, die Karlsbrücke und der Altstädter Ring mit Teynkirche, Rathaus und astronomischer Uhr.


Hradschin - Prager Burg - Hradčany und ...

Blick auf die Prager Burg Gegen Ende des 9. Jahrhunderts errichtete man an der Stelle, wo heute der Hradschin besteht, eine hölznerne Burg. Nicht viel später ersetzte man sie durch eine steinerne Burg, die 1303 einem Brand zum Opfer fiel. 1333 beauftragte der spätere Karl V. Matthias von Arras - gest. 1352 - mit dem Wiederaufbau der Burg, diesmal im gotischen Stil und wesentlich erweitert.

Seine Nachfolger nahmen weitere Veränderungen und Erweiterungen vor. Nach einem Brand im Jahre 1541 gestaltete man sie im Renaissance-Stil um. Ihre heutige Gestalt erhielt sie unter Maria Theresa.

In den ersten Burghof gelangt man über den Hradschiner Platz (Hradcanské námestí). Dieser ist gesäumt von Bauten aus dem 18. Jahrhundert. Der älteste profane Barockbau ist 1614 erbaute Matthiastor. In ihm führen Treppen in die Empfangssäle des Staatspräsidenten.

Wer den zweiten Burghof betritt, sieht links einen Barockbrunnen aus dem Jahre 1686 und rechts die Heiligkreuzkapelle von 1753. In ihr befindet sich der Domschatz. An der Nordseite des Hofes liegt der für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Spanische Saal aus dem 16. Jahrhundert - der im 19. Jahrhundert erneuert wurde - und eine Ausdehnung von 48 Meter Länge, 24 Meter Breite und einer 12 Meter Höhe.

Durch einen Torgang erreicht man den dritten Hof mit Burggemäldegalerie und Veitsdom. Eine Reiterstatue vom heiligen Georg, die 1373 errichtet wurde, steht rechts neben dem Dom. Der berühmte Wladislawsaal (benannt nach dem gewählten böhm. König Jagiellonen Wladislaw) liegt rechter Hand am Ende des Hofes.
Benedikt Rieth von Piesting war der Ausführende als Hofarchitekt, der den Saal von 1493 bis 1502 errichtete. Der Wladislawsaal gilt als der schönste spätgotische Saal Mitteleuropas. In seiner Eine besondere Aufmerksamkeit verdient das prachtvolle Deckengemälde. In seiner Ausdehnung mißt der Saal eine Länge von 62 Metern, einer Breite von 16 Metern und Höhe von 13 Metern.
Zur Zeit der böhmischen Könige diente der Wladislawsaal als Thronsaal - heute werden die tschechischen Staatspräsidenten in ihm gewählt.

Direkt vom Wladislawsaal kommt man in die Alte Landrechtsstube aus dem 14. bis 16. Jahrhundert, wo der Böhmische Landtag tagte, und in die Böhmische Statthalterei. Die Statthalterei erwarb ihre Berühmtheit durch den Fenstersturz zu Prag. Hier warfen die Aufständischenn die kaiserlichen Statthalter Martinitz und Slawata sowie der Schreiber Fabricius aus dem Fenster, was den Dreißjährigen Krieg auslöste.

Zeit sollte man sich auch für die Räume unterhalb des Wladislawsaals nehmen, sie sind auch sehenswert.


... mit Veitsdom - Svatý vít

Veitsdom Im Auftrag von Fürst Václav (Wenzel) der Heilige wurde am Standort des heutigen Doms eine Rotunde - ein Bau auf kreisförmigem Grundriss - von 926 bis 929 errichtet. Von 1061 bis 1096 entstand eine romanische Basilika, die den Vorgängerbau ablöste. In den Bau dieser neuen Kirche von Matthias von Arras wurden Teile der romanischen Kirche integriert. Peter Parler setzte von 1356 bis 1385 den Bau fort. Während der Hussitenkriege stoppte die Bautätigkeit. Mehrere vergebliche Versuche den Bau fortzusetzen mißlangen. Erst 1873 bis 1929 konnte das Langhaus, die Fassade und die beiden Türme vollendet werden.

Im Innenraum des 124 Meter langen, 60 Meter breiten und 38 Meter hohen Domes befinden sich 21 sehenswerte Kapellen mit vielen Kunstwerken.
Die Wenzelskapelle beinhaltet das Grab, die Statue und die Reliquien des Heiligen. Über ihr werden die böhmischen Kronjuwelen aufbewahrt.

Der Hauptturm mit einer Länge von 96 Metern, der von 1397 bis 1579 errichtet wurde, besitzt eine ansehnliche barocke Haube.


Georgsbasilika - Bazilika svatého Jiri

Um 941 wurde diese Basilika errichtete und nach eineme Brand umgestaltete Kirche ist der bedeutendste romanische Bau von ganz Böhmen. Besonders sehenswert ist in der Marienkapelle unter dem Südturm ein romanisches Relief, welches um das Jahr 1200 entstand.


Goldenes Gäßchen - Zlatá ulička

Goldenes Gäßchen Das Goldene Gäßchen liegt hinter der Georgsbasilika und ist nur ein aus 18 buntbemalten Miniaturhäuschen bestehende Gasse.

1541 wurde dieses Gäßchen in die Burgmauer eingebaut. Es war das zu Hause für Handwerker, Goldschmiede und Burgwächter.

Die gesamte Gasse ist heute eine Art Museum, in der Buchhandlungen, Souvenir- und Antiquitätenläden, eine Cafeteria und eine Snack Bar die Besucher zum Verweilen einladen.

Tipp  Im Haus Nr. 22 befand sich die Wohnung von Franz Kafka.

Der besondere Tipp  Das Goldene Gäßchen ist der größte Anziehungspunkt für Prag-Besucher!


Belvedere

Belvedere war das Lustschloss der Königin Anne. Es wurde von 1534 bis 1563 von Paolo della Stella und Bonifaz Wohlmut errichtet. Das Schloss, dass nordöstlich der Prager Burg steht, ist eines der schönsten Renaissancepaläste von Tschechien. Zum Areal gehört auch ein Schlosspark mit "Singender Fontäne".


Hradschiner Platz - Hradčanské námestí

Der Hradčanské námestí ist der Platz vor der Prager Burg. Auf ihm stehen drei bemerkenswerte Paläste. Im Süden steht der 1563 im Renaissancestil errichtete Schwarzenbergpalais - in ihm ist ein militärhistorisches Museum untergebracht, im Westen der das barocke Toskanerpalais aus dem Jahre 1695 und im Norden das Erzbischöfliche Palais aus dem Jahre 1694. Links neben diesem führt ein Durchgang zum Sternbergpalast - errichtet von 1698 bis 1730, das wichtige Teile der Nationalgalerie beherbergt.


Karlsbrücke - Karlúv most

Die Karlsbrücke in Prag Die Karlsbrücke ist die älteste Brücke von Prag und eine der schönsten in Europa. Karl IV. beauftragte den aus Schwäbisch Gmünden stammenden Dombaumeister Peter Parler (1330-1399) mit dem Bau. Von 1357 begannen die Bauarbeiten, der 505 Meter langen und 10 Meter breiten Brücke. Drei Brückentürme und 30 Skulpturen machten die Brücke zu einem Juwel Prags.

Die beiden sogenannten Kleinseitner Türme entstanden im 12. und im 15. Jahrhundert. Der schönste Turm Prags, der Altstädter Turm, erbaute man in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts.

Im 18., 19. und 20. Jahrhundert schufen Ferdinand Brokoff (1688-1731) und Matthias Braun (1684-1738) die aus schwarzem Sandstein gefertigten Skulpturen - die Statue des heiligen Johann von Nepomuk in der Brückenmitte bereits 1683.

Kaum einer der Besucher ahnt, dass barocke Figurengruppen auf gotischen Pfeilern der Brücke stehen. Klöster und Jesuitenkollegs stiftenten sie, um die Niederlage der Reformation zu versinnbildlichen.

Eine Bronzetafel mit Doppelkreuz und den fünf Sternen auf der Brückenmauer kennzeichnet die Stelle, an der Nepomuk, der spätere Schutzpatrons Böhmens, auf Befehl von Václavs IV. in die Moldau gestoßen wurde.


Altstädter Ring - Staromĕstské námĕstí

Astronomische Uhr an der Wand des Rathauses auf dem Altstädter Ring Der Altstädter Ring liegt im Zentrum der Prager Altstadt. Das sehenswerte Altstädter Rathaus ist 1338 aus einem älteren Vorgängerbau hervorgegangen und nach mehreren Umbauten erhielt es sein heutiges Aussehen. Am Rathaus befindet sich ein etwa 70 Meter hoher Turm, der einen fantastischen Rundblick über die Altstadt und zur Prager Burg ermöglicht. Die berühmte Astronomische Uhr aus dem Jahre 1410 mit beweglichen Figuren, die zu jeder vollen Stunden aus zwei Fenstern erscheinen, hängt an der Südseite des Turmes. Im Pflaster vor dem Turm ist eine Inschrift eingelassen, die an die 27 hingerichteten Führer des Aufstandes von 1621 gegen die Habsburger erinnert.

Lohnenswert ist auch ein Blick in den alten Ratssaal im Rathaus.

Auf den Platz steht auch die mächtige gotische Teynkirche (Týnský chram), deren Baubeginn 1365 war. Eine rote Marmorgrabplatte des dänischen Astronomen Tycho Brahe (1546-1601) ist im barocken Innern der Kirche zu bewundern.

Schöne Patrizierhäuser säumen den Altstädter Ring. In der Nordwestecke erhebt sich noch die Nikolauskirche (Kostel svateho Mikuláše), die von Kilian Ignaz Dientzhofer zwischen 1732 und 1737 erbaut wurde. Das Denkmal, das zu Ehren von Jan Huserrichtet wurde, stammt aus dem Jahre 1915.


Bethlehemskapelle - Betlémská kaple

1786 wurde die im Jahre 1391 errichtete Kapelle wieder abgerissen. In ihr predigten die zwei weltberühmten Persönlichkeiten Jan Hus und Thomas Münzer. In sozialistischer Zeit zwischen den Jahren 1950 und 1954 errichtete man sie in ihrer ursprünglichen Form.


Ständetheater - Stavovské divadlo

Eingeweiht wurde das Theater 1783 mit dem bürgerlichen Trauerspiel in fünf Aufzügen "Emilia Galotti" von Lessing. Am 29. Oktober 1787 kam es zur Uraufführung von Mozarts in Prag vollendeten "Don Giovanni".


Wyschehrad - Vyšehrad

Nur die romanische Martinrotunde aus dem 11. Jahrhundert existiert heute noch von der ehemaligen Přemysliden-Residenz.


Friedhof neben neugotischer Peter-und-Paul-Kirche

Neben der Peter-und-Paul-Kirche befindet sich ein Friedhof, auf dem bedeutende Tschechen beigesetzt wurden. Zu den Berühmtheiten gehören u. a.: die Komponisten Dvořák und Smetana sowie die Dichter Čapek und Neruda.


Carolinum

Sehenswert im Sitz der 1348 gegründeten Karlsuniversität ist ein schöner gotischer Erker.


Pulverturm - Prašná brána

Gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurde dieser schöne spätgotische Bau als Teil der Stadtbefestigung errichtet und im 19. Jahrhundert restauriert.




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